Chinesische IT-Schulen in Verbindung zu Cyber-Angriffen auf Google
2010-02-27 08:56
Ermittlungsbeamte und Experten für Computersicherheit der U.S. National Security Agency folgten den Online-Angriffen auf Google bis zur Quelle.
Sie verfolgten die Cyber-Angriffe bis zu Computern von zwei chinesischen Bildungseinrichtungen. Der Schanghai Jiaotong Universität und der Lanxiang Berufsschule in der Provinz Shandong. Dies berichtete die New York Times.
Beide Einrichtungen bestreiten eine Beteiligung an den Cyber-Angriffen.
Die Jiaotong Universität besitzt eine der besten Informatik-Abteilungen Chinas. Sie hat Verbindungen zu internationalen Top-Schulen und Technologiegesellschaften. Zudem war sie an verschiedenen IT-Sicherheitsprojekten auf staatlicher Ebene beteiligt, schreibt die Universität auf ihrer Website.
Die Lanxiang Berufsschule in Jinan hat 30.000 Studierende und bietet u.a. Kurse in Computerwissenschaft an. Auf der Website der Stadt Jinan steht, dass die Schule in den letzten fünf Jahren kostenlos Truppen und pensionierte Soldaten ausbildete. Das Staatsfernsehen von Shandong berichtete 2008, dass hier bewaffnete Einheiten aus der Gesellschaft gegründet wurden und die Studierenden zum technischen Rückgrat der Armee wurden. Ron Lanxiang, Vorsitzender des Direktoriums, wies diese Aussagen zurück.
Doch wer genau steckt hinter den Cyber-Angriffen? Einige Experten sagen, dass Unbekannte auf die Computer in den Schulen zugegriffen haben könnten, was die an der Untersuchung beteiligten Analytiker jedoch bezweifeln, schrieb die Financial Times.
Ziel der Cyber-Angriffe waren Geschäftsgeheimnisse, Computercodes und E-Mails von China-Menschenrechtsaktivisten. Dies bestätigten die Ermittlungsbeamten.
Google gab im Januar bekannt, dass die Cyber-Angriffe wahrscheinlich aus China kamen und drohte mit seinem Rückzug aus China.












