Tibeter feiern Treffen zwischen Obama und dem Dalai Lama
2010-02-27 09:01
Tibeter beginnen das neue Jahr nach dem Mondkalender meist mit einem Feuerwerk.
Dieses Jahr haben Tibeter bei Tongren, einem überwiegend tibetisch-bewohnten Gebiet in der chinesischen Provinz Qinghai, Feuerwerke benutzt, um das erste Treffen zwischen US-Präsident Barack Obama und dem Dalai Lama zu feiern.
Junge tibetische Mönche versammelten sich am Donnerstag um Mitternacht auf einem Berghang.
Obama hatte sich in Washington, trotz wiederholter chinesischer Warnungen, mit dem Dalai Lama getroffen. Peking hatte mehrfach gedroht, ein solches Treffen würde den bereits vorbelasteten Beziehungen der beiden Länder Schaden zufügen.
Tibeter hatten Tags zuvor in lokalen Tempeln religiöse Zeremonien abgehalten und ihrem spirituellen Führer Gaben dargebracht.
In den Tempeln wurden auch Bilder des Dalai Lama gezeigt, obwohl die chinesischen Behörden dies explizit verboten hatten.
Laut einem Mönch aus der Gegend, würden sich die Tibeter über das Treffen freuen. Der Mönch bat darum anonym zu bleiben, um Strafen durch das chinesische Regime zu vermeiden.
[Tibetischer Mönch, Tongren, Provinz Qinghai]:
„Dass der Dalai Lama Obama dieses Jahr trifft, macht uns sehr glücklich. Wir hoffen wirklich dass Obama uns Tibeter unterstützen kann.“
Viele Tibeter haben durch Radiostationen und Fernsehübertragungen aus Übersee von dem Treffen erfahren.
[Tibetischer Mönch, Tongren, Provinz Qinghai]:
„Ohne den Dalai Lama leiden wir hier sehr viel. Ohne ihn bedrohen uns die Chinesen. Sie bedrohen unsere Religionsfreiheit und unseren Glauben. Selbst der Versuch nach Indien zu flüchten ist gefährlich, deswegen können wir nur hoffen, dass der Dalai Lama bald zurück kehrt.“
Den Tibetern ist die Provinz Qinghai als Amdo bekannt. Es grenzt an Tibet.












